Allgemein Benjamin Fadavian besucht Kinderheim Merkstein: über junges Engagement, Herausforderungen und aktuelle Projekte Datum Icon 2. Juli 2025 Lesezeit Icon 5 Minuten Einblicke in die Kinder- und Jugendhilfe: Herzogenrather Bürgermeister Benjamin Fadavian zu Besuch im Kinderheim Das Kinderheim in Merkstein hat einen besonderen Besuch empfangen: Bürgermeister Benjamin Fadavian informierte sich vor Ort über die pädagogische Arbeit der Einrichtung, aktuelle Herausforderungen und beispielhafte Projekte. Im Gespräch mit dem Leitungsteam, Mitarbeiter:innen, sowie engagierten Auszubildenden stand vor allem eines im Mittelpunkt: die Frage, welchen aktuellen Herausforderungen sich das Kinderheim stellen muss. Der Besuch war geprägt von Offenheit, gegenseitigem Interesse und dem Willen, gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln – für eine soziale Infrastruktur, die Kinder und Jugendliche nicht nur schützt, sondern ihnen echte Chancen bietet. Kinderheim Merkstein – Einrichtung mit Haltung Das Kinderheim Merkstein begleitet Kinder und Jugendliche, die aus verschiedenen Gründen nicht bei ihren Familien leben können. Die Einrichtung versteht sich nicht nur als sicherer Ort, sondern als Lebensraum, in dem junge Menschen Vertrauen aufbauen, Fähigkeiten entfalten und Perspektiven entwickeln können. Dabei spielt das Prinzip der Partizipation eine zentrale Rolle: Kinder und Jugendliche gestalten aktiv mit – sei es bei Alltagsthemen oder bei der Gestaltung ihrer Umgebung. Diese Grundhaltung stieß auch bei Bürgermeister Fadavian auf große Resonanz. Er betonte die Bedeutung von Mitbestimmung für die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen – insbesondere in belasteten Lebenssituationen. Konkrete Herausforderungen: Der Umbau zu Einzelzimmern Ein zentrales Thema des Austauschs war die bevorstehende bauliche Umstrukturierung. Durch einen Trägerwechsel ist der bisherige Bestandsschutz der Einrichtung entfallen. Damit einher geht die Notwendigkeit, sämtliche Unterbringungsbereiche auf den aktuellen baurechtlichen und fachlichen Standard zu bringen – vor allem im Hinblick auf die Schaffung von Einzelzimmern für Kinder und Jugendliche. Das Kinderheim begrüßt diese Entwicklung ausdrücklich, da sie den Bedürfnissen der Kinder nach Rückzug und Privatsphäre gerecht wird. Gleichzeitig bedeutet der Umbau einen erheblichen organisatorischen und finanziellen Kraftakt. Ein stillgelegter Treffpunkt – und ein Hoffnungsschimmer: Das Schwimmbad im Kinderheim Ein weiterer bedeutender Gesprächspunkt beim Besuch von Bürgermeister Benjamin Fadavian war das seit einigen Jahren stillgelegte Schwimmbad. Über Jahrzehnte hinweg war es nicht nur ein Ort der Abkühlung an heißen Sommertagen, sondern vor allem ein Raum für Gemeinschaft, Bewegung und unbeschwerte Erlebnisse – besonders für Kinder und Jugendliche, deren Alltag oft durch belastende Erfahrungen geprägt ist. Das Schwimmbad galt als Herzstück des Sommers im Heimalltag: Hier fanden Begegnungen statt, Kinder lernten schwimmen, es wurde gemeinsam gespielt, gelacht und gelernt. Umso schmerzhafter ist es, dass der Betrieb der Anlage mittlerweile nicht mehr möglich ist. Die Gründe sind vielschichtig: Strengere Umweltauflagen, veraltete Technik und ein hoher Sanierungsbedarf haben dazu geführt, dass das Bad nicht mehr genutzt werden darf. Doch es gibt Hoffnung. Lothar Mauer, der Leiter des Kinderheims, arbeitet mit großem Engagement daran, dass das Schwimmbad bald wieder in Betrieb genommen werden kann. Die Sanierung ist technisch möglich, allerdings mit erheblichen Kosten verbunden. Deshalb hat das Kinderheim eine Spendenaktion ins Leben gerufen, um die Finanzierung schrittweise zu realisieren. Die Unterstützung aus der Bevölkerung, von Unternehmen und Förder:innen ist dabei entscheidend. Denn es geht nicht nur um eine bauliche Maßnahme – es geht um die Rückgewinnung eines geschützten Raums für positive Erfahrungen, Bewegung und Teilhabe. Bürgermeister Fadavian zeigte sich im Gespräch offen für die Notwendigkeit solcher Projekte und lobte das Engagement der Heimleitung ausdrücklich. Junges Engagement, das begeistert: Schülerinnen realisieren Wunschprojekt der Kinder Ein besonders positives Beispiel für gelebte Beteiligung und zivilgesellschaftliches Engagement wurde ebenfalls vorgestellt: Schüler:innen der Erzieherausbildung der Käthe-Kollwitz-Schule Aachen hatten sich im Rahmen eines Schulprojekts dafür eingesetzt, einen lang gehegten Wunsch der Kinder umzusetzen – die Gestaltung einer Chill-Area mit Hochbeeten im Außenbereich des Kinderheims. Durch gezielte Anfragen bei kleinen und großen Unternehmen aus der Region konnten in kurzer Zeit zahlreiche Sach- und Geldspenden gesammelt werden. Mit großem persönlichem Einsatz setzten die jungen Projektverantwortlichen die Ideen der Kinder um. Das Ergebnis ist ein liebevoll gestalteter Rückzugsort, der sowohl Raum für Gemeinschaft als auch für Ruhe bietet. Bürgermeister Fadavian lobte dieses Engagement ausdrücklich als vorbildlich. Es zeige, was möglich sei, wenn junge Menschen Verantwortung übernehmen und ihre Fähigkeiten in den Dienst der Gemeinschaft stellen. Ein starkes Zeichen für Zusammenarbeit Der Besuch von Benjamin Fadavian im Kinderheim Merkstein war mehr als ein symbolischer Termin. Er stand für einen Dialog auf Augenhöhe – zwischen Politik, pädagogischer Praxis und engagierten jungen Menschen. Der Austausch hat gezeigt, wie wichtig es ist, soziale Einrichtungen aktiv in kommunale Entwicklungen einzubeziehen und gemeinsam an tragfähigen Lösungen zu arbeiten. Für die Mitarbeiter:innen des Kinderheims war der Besuch ein ermutigendes Signal, dass ihre Arbeit gesehen und geschätzt wird. Für die Kinder und Jugendlichen war er ein Beispiel dafür, dass ihre Stimmen gehört werden – und dass sie Teil einer Gesellschaft sind, die sich für ihre Zukunft interessiert. Beitrag teilen E-Mail Icon Ähnliche Beiträge Allgemein 8. Dezember 2025 Ein Jahr voller Veränderung, Wachstum und Gemeinschaft Das Jahr 2025 beim SkF Alsdorf war geprägt von großen Schritten, spannenden Entscheidungen und vielen Momenten, die unser Team weitergebracht haben. Mit diesem Rückblick möchten wir mit euch teilen, was […] Weiterlesen Allgemein 1. Dezember 2025 Treffpunkt 360 – Der neue Mittelpunkt für Freizeit, Bildung und Begegnung In den vergangenen Monaten hat sich im Kinderheim Merkstein etwas Grundlegendes verändert und zwar nicht nur baulich, sondern auch atmosphärisch. Ein Raum, der früher hauptsächlich funktional genutzt wurde und durch […] Weiterlesen Allgemein 31. 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